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Weisheit macht frei von Zweifeln,
Sittlichkeit macht frei von Leid,
Entschlossenheit macht frei von Furcht.

Konfuzius (551 - 479 v. Chr.)

Eigentumsformen bei Wohneigentum

Der Kauf einer Immobilie kann zu drei verschiedenen Eigentumsformen erworben werden:

Alleineigentum

Miteigentum

Gesamteigentum

(Besonderheit: Stockwerkeigentum)

Die gewählte Eigentumsform wird im Grundbuch eingetragen. Folglich muss die Eigentumsform unbedingt vor dem Kauf der Immobilie geklärt werden. Die Wahl der Eigentumsform hängt in erster Linie von den unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten sowie der gegenseitigen Beziehung der künftigten Immobilienbesitzer ab. Es gilt zu beachten, dass bei der Wohneigentumsförderung mit Gelder aus der beruflichen Vorsorge (2. Säule) oder Säule 3a nur das alleinige Eigentum oder Miteigentum als Eigentumsform in Frage kommt.

Alleineigentum

Beim Alleineigentum erwirbt eine einzelne Person das Wohneigentum und bringt das Eigenkapital ein. Diese Person wird als alleiniger Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Als Alleineigentümer kann sie frei über das Wohneigentum verfügen, trägt jedoch auch alleine die Verantwortung.
Ausnahmen bestehen, wenn das Wohneigentum als Familienhaus, bzw. als Familienwohnung genutzt wird. In diesem Fall kann ein Ehegatte nur mit ausdrücklicher Zustimmung des anderen das Wohneigentum veräussern.

Miteigentum

Haben mehrere Personen eine Immobilie nach Bruchteilen in ihrem Eigentum, so sind sie Miteigentümer. Im Grundbuch muss der Bruchteil des Eigentumsverhältnisses zum Namen des Miteigentümers angeben werden. Ist nichts anderes vereinbart, so sind sie Miteigentümer zu gleichen Teilen. Über den Besitzanteil kann jeder Miteigentümer frei verfügen, trägt jedoch auch die Pflichten dafür. Beabsichtigt ein Miteigentümer seinen Anteil zu verkaufen, so hat der oder die Miteigentümer das Vorkaufsrecht für dessen Anteil gegenüber jedem Nicht-Miteigentümer.

Gesamteigentum

Gesamteigentümer sind Personen, die durch Gesetzesvorschrift (z.B. Erbengemeinschaft) oder durch Vertrag (z.B. Ehevertrag oder einfache Gesellschaft) miteinander verbunden sind. Unabhängig davon, wer beispielsweise wie viel Geld in den Hauskauf gesteckt hat, gehört die Liegenschaft beiden Partnern gemeinsam, wobei das übergeordnete Verhältnis (z.B. Erbengemeinschaft, Ehevertrag, Gesellschaftsvertrag) bestimmt, wie die interne Beteiligung ausgestaltet ist. Gesamteigentum lässt sich nicht ohne weiteres teilen, das heisst, dass die Partner auch nicht über ihre Anteile frei verfügen, sondern nur gemeinsam entscheiden können. Gesamteigentum setzt eine sehr enge Beziehung voraus und entsteht, sofern Ehepaare ehevertraglich den Güterstand der Gütergemeinschaft wählen (ihr Gesamtgut gehört beiden zu gleichen Teilen, also alles ausser Kleider, Schmuck, Hobbyausrüstungen, welche zum so genannten Eigengut zählen). Es empfiehlt sich bei dieser Variante ein Gesellschaftsvertrag, der festhält, wie die Finanzierung des Hauses erfolgt ist. Subsidiär gelangen die gesetzlichen Regeln der einfachen Gesellschaft zur Anwendung.

Besonderheit Stockwerkeigentum

Eine Eigentumswohnung eines Stockwerkeigentums wird im Miteigentumsverhältnis erworben. Denn das Stockwerkeigentum ist der Miteigentumsanteil an einem Grundstück, der dem Miteigentümer das Sonderrecht gibt, gewisse Teile des Gebäudes ausschliesslich zu benutzen. Jedoch kann ein Stockwerkanteil im gemeinschaftlichen Eigentum von mehreren Personen stehen, das heisst alle drei Eigentumsformen sind für den Erwerb eines Stockwerkeigentums möglich. Entsprechend erfasst das Grundbuchamt die Eigentümer im Grundbuchblatt des Stockwerkanteils. Die Regelungen für Miteigentum und Gesamteigentum kommen nach den Bestimmungen im Zivilgesetzbuch zur Anwendung.